Coinbase erhält BaFin-Genehmigung und listet mehr Assets. Die deutsche Finanzaufsicht hat die erste Krypto-Verwahrungslizenz an Coinbase vergeben. Das Ziel der Börse ist es, „jedes Asset“ zu notieren.

Die gute Nachricht der Regulierungsbehörden ging an Coinbase, welche somit als erster sämtliche regulatorischen Hürden für eine Krypto-Verwahrlizenz gemeistert hat. Andere Anbieter, wie z.B. Binance hatten nicht so viel Glück und erhielten stattdessen eine Warnung seitens der japanischen FSA sowie auch der britischen FCA.

Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), gab bekannt, dass sie Coinbase die Erlaubnis zum Krypto-Verwahrgeschäft erteilt hat. Dies ist die erste Lizenz dieser Art, die von der Aufsichtsbehörde vergeben wird.

Anet Janik Live 2019

Die vierten EU-Geldwäscherichtlinie, die Ende 2019 in Kraft trat, hat zur Folge, dass alle Dienstleister, die den Umtausch von virtuellen Währungen in gesetzliche Zahlungsmittel und umgekehrt anbieten, eine Genehmigung der BaFin benötigen, um tätig zu werden.

Erste Lizenz für Coinbase

Die Coinbase Germany GmbH ist nun Inhaberin der ersten solchen Lizenz. Um die neuen und komplexen Fragestellungen zu berücksichtigen, die sich aus der Regulierung des Krypto-Verwahrgeschäfts ergeben, hat die BaFin ein interdisziplinäres, abteilungsübergreifendes Team zusammengestellt, das sich mit dem Thema beschäftigt.

Obwohl die Aktivitäten von Krypto-Dienstleistern nun in Deutschland reguliert sind, stellte die BaFin klar, dass die Krypto-Vermögenswerte selbst unreguliert bleiben und somit frühere Warnungen an Krypto-Investoren weiterhin gültig sind, da diese nicht vor Verlusten geschützt sind.

Brian Armstrong, der Mitbegründer und Geschäftsführer von Coinbase, erinnerte auf Twitter an die langfristigen Ziele des Unternehmens. Dazu gehört, dass

jeder Vermögenswert notiert wird, wo dies legal möglich ist.

Abgesehen von unseren Listing-Standards (für Sicherheit/Rechtmäßigkeit) bewerten wir den Wert der einzelnen Anlagen nicht“, erklärt Armstrong. „Wir sind Asset-Agnostiker, weil wir an freie Märkte glauben und daran, dass Verbraucher in der Kryptowirtschaft die Wahl haben sollten. So geben wir der Innovation am meisten Raum.

2020 listete Coinbase bereits 21 neue Kryptowährungen. Im ersten Halbjahr 2021 sind bereits weitere 29 Assets hinzugekommen. Die Börse notiert neue Vermögenswerte in einem sehr rasanten Tempo.

Der Geschäftsführer riet jedoch auch:

Im Allgemeinen sollte man ein Listing auf Coinbase aber nicht als Bestätigung dieses Vermögenswertes verstehen (abgesehen davon, dass er unsere Mindeststandards erfüllt). Stellen Sie Ihre eigenen Nachforschungen an und handeln Sie mit vernünftigem Urteilsvermögen

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