Krypto-Spenden bei Mozilla

by Simone Geercken  - Januar 9, 2022

Krypto-Spenden bei Mozilla – Die Mozilla Foundation wird zukünftig Krypto-Spenden annehmen. Es gab diesbezüglich immer mehr unzufriedene Spenden-Mitglieder und einige drohten sogar mit einem Rückzug ihrer monatlichen Spendengelder.

Am 31.12.2021 verkündete die Foundation, zukünftig Spenden in Form von Krypto-Coins entgegenzunehmen. Unter anderem akzeptiere der Browser Mozilla Firefox Dogecoin, Ether und Bitcoin.

Die Arbeit werde durch das Kryptozahlungsverarbeitungsunternehmen BitPay erleichtert. Um potenzielle Volatilität zu umgehen, wandele das System die in Kryptowährungen enthaltenen Spenden in Fiat-Geld um.

Hierzu veröffentlichte die Firma auf Twitter:

Mit Dogecoin experimentieren? Haben Sie etwas Bitcoin & Ethereum? Wir verwenden BitPay, um Spenden in in Form von Kryptowährung akzeptieren zu können.“

Dieses Vorhaben ging gründlich nach hinten los. Aufgrund von Umweltbedenken missbilligten viele Benutzer die Entscheidung zur Nutzung von Kryptowährungen. Es war nicht nur von einer Nutzung anderer Browser die Rede, sondern auch von Streichungen der Spenden allgemein. Bisher hatte sich Firefox weitgehend von kryptobezogenen Angelegenheiten auf seiner Plattform ferngehalten, was nach Meinung vieler Nutzer auch so bleiben solle. Selbst der Mozilla-Mitgründer, Jamie Zawinski, warf den Verantwortlichen eine „Komplizenschaft zu pflanzenzerstörenden Betrügern“ vor. Er legte sogar noch in einem Blogbeitrag nach:

 „Die Kryptoindustrie produziert nur Umweltverschmutzung, sonst nichts, und das verwandeln sie in Geld.“

Konsequenz aus diesem Shitstorm

Mozilla zieht nun Konsequenzen aus diesem Shitstorm und nimmt keine Kryptozahlungen mehr an.

Ob Mozilla mit dieser versuchten Schadensbegrenzung erfolgreich ist oder nicht, wird sich zeigen. Jedoch sind zumindest einige Kritiker etwas besänftigt. Sicherlich handelt es sich um ein kontroverses Thema, jedoch läuft Mozilla Gefahr, nun auch seine Krypto-Community zu vergraulen. Pauschal alle Krypto-Projekte als umwelt- und klimaschädlich infrage zu stellen, ist ebenfalls keine Lösung.

Browserhersteller tun sich zunehmen schwerer, neue Nutzer zu gewinnen, was auch Firefox betrifft. So liegt Firefox nunmehr auf Platz 4 der weltweiten Nutzerzahlen, hinter Chrome, Safari und Edge. Für die Zukunft gilt der altbekannte Satz: „Die Konkurrenz regelt den Markt.

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Simone Geercken

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