Burundi verbietet den Bitcoin-Handel

Die Zentralbank der Republik Burundi verbietet den Bitcoin-Handel mit Krypto-Produkten auf dem Territorium des Staates. Sie greift zu drastischen Maßnahmen im Bereich des Bitcoins im kleinen ostafrikanischen Burundi.

So gehen viele von einem Versuch der politischen Kontrolle des Kapitalmarktes aus. Tradern drohen „harte Maßnahmen“ bei einer Zuwiderhandlung.

Ab sofort verbietet Burundi den Bitcoin-Handel mit Kryptowährungen. Im Gegenzug wird seitens des Finanzinstituts Hilfe bei Problemen verweigert. Dies teilte die „Banque de la République du Burundi“ auf ihrer Website mit. Burundi verbannt damit Bitcoin komplett. Der Grund liege an der Volatilität von Kryptowährungen erklärte die Zentralbank.

Diese Entscheidung wird mit dem Schutz seiner Einwohner vor finanziellen Verlusten begründet.

Einige Bürger des ostafrikanischen Landes verloren in der Vergangenheit ihre Anlagen im Rahmen des Handels mit Kryptowährungen. Anschließend baten sie die Regierung um Hilfe. "Aus diesem Grund sind Bitcoin und andere Kryptowährungen illegal in Burundi."

Dies erklärte Alfred Nyobewumusi vom Micro-Finance-Department der Zentralbank. Alle weiteren Kryptowährungen, wie beispielsweise Ether, Litecoin oder Ripple, seien ab sofort verboten.

  • „Da virtuelle Währungen oder Kryptowährungen nicht durch eine Zentralbank oder Regierung kontrolliert werden, haben die Währungen auch keine legale Grundlage auf dem Territorium von Burundi,“

heißt es in der Mitteilung.

Für eine Zuwiderhandlung droht die Zentralbank von Burundi seinen Bürgern mit harten Konsequenzen. „Wir werden strenge Maßnahmen gegen diejenigen ergriffen, die diese Entscheidung nicht respektieren“, sagte Nyobewumusi in einem Interview.

Die Rücküberweisungen von Migranten aus anderen Ländern sind von dem Verbot ebenfalls betroffen. Diese machen 1,2% des Bruttoinlandsprodukt in Burundi aus.

Viele Bürger haben kaum oder keinen Zugang zu klassischen Finanzsystemen. Einen wichtigen Wirtschaftsfaktor stellen deshalb Rücküberweisungen von im Ausland arbeitenden Verwandten dar.

Es gibt kaum Alternativen und so tätigen diese die Zahlungen in Bitcoin oder anderen Krytowährungen. Diese grenzüberschreitenden Finanztransfers erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Insbesondere ärmere Länder profitieren von diesen günstigen Überweisungensmöglichkeiten. Schließlich ist Burundi eines der ärmsten Länder der Erde, dementsprechend hatte das Land 2016 das dritt niedrigste BIP/Kopf weltweit.

Will Burundi den Kapitalmarkt kontrollieren?

Beobachter vermuten unterdessen, dass die Regierung in Burundi in Wahrheit andere Gründe für das Verbot hat. Der kenianische User Kenya Coin glaubt beispielsweise, dass die Entscheidung dazu dient, die eigene Währung zu stabilisieren und Kontrolle auf den Kapitalmarkt auszuüben. Trotzdem werden die Freelancer in Burundi weiterhin Bitcoin-Handel betreiben. So spekuliert der Kommentator auf Twitter. Im Übrigen ist das Land nicht nur eines der ärmsten, sondern auch der politisch unterdrücktesten Länder der Erde. Auf der Rangliste der Pressefreiheit landete es 2017 auf Platz 160 von 180.

Investiere in Kryptowährungen, bevor es zu spät ist!Klicke jetzt hier:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.