Die niederländische Zentralbank (De Nederlandsche Bank NV (DNB)), erteilt die erste Krypto-Genehmigung nach neuer EU-Richtlinie. Sie hat der AMDAX BV eine Zulassung erteilt.

Viele Krypto-Unternehmen sahen sich gezwungen, ihren Betrieb einzustellen oder abzuwandern. Es ist das erste Mal, dass ein Krypto-Unternehmen eine entsprechende Genehmigung erhalten hat, nach Umsetzung der neuen EU-Richtlinie.

Die Zulassung durch die Zentralbank ermöglicht der in Amsterdam ansässigen AMDAX BV, der niederländischen Öffentlichkeit rechtmäßig Krypto-Dienstleistungen anbieten zu dürfen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Gegenüber der Presse gibt das Krypto-Unternehmen an:

„Die AMDAX B.V. hat von der De Nederlandsche Bank (DNB) die Zulassung bekommen, als erster Krypto-Dienstleister in den Niederlanden aktiv werden zu dürfen. Damit ist es der AMDAX nun erlaubt, Krypto-Transaktionen abzuwickeln und Kryptowährungen zu verwahren.“

Die neueste Richtlinie zur Geldwäschebekämpfung, die als die als AMLD5 bekannt ist, wurde zunehmend verschärft. Nicht nur in den Niederlanden, sondern in allen Ländern der Europäischen Union, müssen sich die Unternehmen der Finanztechnologie an diese Richtlinien halten.

Im September 2019 hatte die DNB im Zuge dessen entschieden, dass sich alle Krypto-Unternehmen bei der Zentralbank registrieren müssen. Die entsprechenden Zulassungsanträge konnten ab Januar 2020 eingereicht werden.

Nur mit Genehmigung

Die AMDAX BV, die sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Unternehmen richtet, hatte im Mai damit begonnen, sich um eine Genehmigung zu bewerben. Andere Krypto-Unternehmen mussten ihren Betrieb in den Niederlanden wegen der AMLD5 zuvor einstellen oder sahen sich zur Auswanderung gezwungen. Darunter auch die beliebte Krypto-Handelsplattform Deribit, die im Januar 2020 abgewandert ist.

Die AMDAX BV ist nun das erste Krypto-Unternehmen, das unter der neuartigen Zulassung operieren darf. „Die DNB setzt sehr hohe Standards für diese Zulassung an“, wie AMDAX BV Mitgründer Valentino Cremona angibt. Dahingehend ergänzt er:

„Der Markt braucht einen klaren Rechtsrahmen, die Vorgaben der DNB sind dafür ein gutes Beispiel. Diese Zulassung zeigt Investoren, dass Kryptowährungen eine marktreife Anlageklasse sind, die für smarte Investoren da ist und nicht für Kriminelle.“

Die  AMDAX schreibt in ihrer Mitteilung: „Alle Krypto-Unternehmen brauchen diese Zulassung, denn ohne sie dürfen sie in den Niederlanden nicht operieren. Alle anderen Krypto-Unternehmen haben noch bis zum 21. November, um eine solche Genehmigung zu erhalten.“

Amerikanische Aufsichtsbehörden erhoben bereits eine Anklage wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen die Krypto-Handelsplattform BitMEX. Die Krypto-Regulierung in vielen anderen Ländern wird immer strenger.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Kryptokompass.

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