Das Niederländische Konsortium bringt CBD auf die Blockchain. Ein öffentliches Konsortium von Unternehmen der bislang legalen Cannabisprodukte hat eine Blockchain-Folgen Tracking-Lösung.

Cannabidiol (CBD) ist ein Produkt der Hanfpflanze. Anders als bei THC (Tetrahydrocannabinol) hat CBD keine berauschende Wirkung, jedoch wird ihm eine entkrampfende und schmerzlösende Wirkung nachgesagt. In den Niederlanden soll Parkinson-Patienten CBD verabreicht werden.

Rund um CBD-haltige (und THC-arme) Produkte entstand in den EU-Staaten deshalb in den vergangenen Jahren ein eigener Industriezweig. Die Cannabinoid Association of the Netherlands (CAN) begünstigte eine Tracking-Lösung für CBD-Produkte. Der niederländische Zusammenschluss von Cannabidiol-Produzenten hofft, mit Hilfe der Blockchain-Technologie einen europaweiten Standard etablieren zu können.

Dabei ist genau diese Branche alles andere als sicher zurzeit, da die Zukunft noch ungewiss ist. Denn anders als THC ist CBD zwar legal, die Europäische Union entschied jedoch, CBD-haltige Produkte nicht länger als “Novel Food” anzusehen. Eine Einstufung als Rauschmittel ist somit möglich, die endgültige Entscheidung soll im September gefällt werden. Ob die Blockchain-befeuerten Bemühungen von CAN ein positives Signal nach Brüssel senden, bleibt deshalb erst einmal spannend.

Blockchain-Plattform verspricht umfangreiche Qualitätskontrolle

CAN entwickelte die Tracking-Plattform in Kooperation mit der holländischen Non-Profit-Organisation “Novatrace”, die Blockchain-Lösungen für das Nachverfolgen von Lieferketten entwickelt. Die dabei entstandene Plattform trägt den Namen CanCheck.org.

Der Funktionsumfang der Blockchain-Plattform erlaubt ein Nachverfolgen der gesamten Lieferkette, vom Hanfsamen bis zum fertigen Produkt. Endverbraucher können mit Hilfe von CanCheck.org zudem auch detaillierte Informationen zu den Produktbestandteilen abrufen. Im Unterschied zu vielen anderen Lösungen aus dem Food Tracking, arbeitet die CBD-Plattform indessen nicht mit QR-Codes. Die Informationen müssen stattdessen über die Eingabe einer Nummer oder des Produktnamens abgerufen werden.

Zunächst ist die Plattform nur in den Niederlanden verfügbar. Mark Reinders, CEO von HempFlax, hofft, dass die Anwendung der Blockchain-Technologie eine Signalwirkung entfalten wird:

Die vollständige Rückverfolgbarkeit in Kombination mit einem strengen Qualitätskontrollsystem wie dem von CAN ist die einzige Möglichkeit, die Produktqualität zu gewährleisten und die Verbraucher zu schützen. Wir hoffen, dass dieses Maß an Transparenz von den CBD-Herstellern weltweit als ein vertrauenswürdiger und rechenschaftspflichtiger natürlicher CBD-Markt allmählich Gestalt annimmt.

Die Lage jenseits der EU

CanCheck.org plant als nächstes, nach Großbritannien zu expandieren. Anders als in der EU besteht dort regulatorische Sicherheit. Mit mehr als acht Millionen Konsumenten erfreuen sich CBD-Produkte auf der anderen Seite des Ärmelkanals zudem einer wachsenden Beliebtheit.

In den USA kommen Blockchain-basierte Systeme indessen schon seit geraumer Zeit für das Cannabis-Tracking zum Einsatz. Auf Grund einer anderen Rechtslage dienen sie aber vornehmlich dem Tracking von THC-haltigem medizinischen oder gänzlich legalen Hanf.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

Investiere in Kryptowährungen, bevor es zu spät ist!Klicke jetzt hier: