Security Token Offering (STO) made in Germany / Hamburg. Die Hamburger Reederei Vogemann will emissionsarme Schiffe mit der Ausgabe eines Blockchain-Tokens finanzieren und ermittiert einen renditestarken STO. Anlegern winken mindestens acht Prozent Rendite.

Die Hamburger Reederei beschreitet neue Wege. Mit einem Security Token Offering (STO) will das deutsche Unternehmen den Bau von zukunftsweisenden Schiffen finanzieren.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, können Investoren bereits ab einem Betrag von 1.000 Euro an der digitalen Wertpapieremission teilnehmen. So richtet sich das STO sowohl an institutionelle Investoren als auch Privatanleger und wer an dem STO teilnimmt, erwirbt mit dem Green Ship Token sogenannte Genussrechte bei der Reederei.

Die Anleger dürfte zuerst die Rendite interessieren und diese ist mit jährlich acht Prozent stattlich. Sollte Vogemann grüne Zahlen schreiben, winken zudem Gewinnanteile von 50%.

Digitale Wertpapiere für grüne Frachtschiffe

Wie das Unternehmen schreibt, soll das eingenommene Kapital in moderne sogenannte Bulker fließen. Dabei handelt es sich um Schüttgutfrachter, die zum Transport von Getreide, Düngemittel, Stahlprodukte, Erz und Kohle verwendet werden. Diese sollen demnach den modernsten Umweltauflagen entsprechen und bis zu 40% an Treibstoff einsparen können.

Wir peilen insbesondere sogenannte Green Ships an. Sie bieten die ideale Kombination aus gesteigerter Energieeffizienz mit reduzierten Emissionswerten. Dadurch sind sie nicht nur schonender für die Umwelt, sondern sorgen auch für geringere Treibstoffkosten und höhere Charterraten,

gibt Jens-Michael Arndt, der geschäftsführende Gesellschafter der Reederei, bekannt.

Emission auf Ethereum

Auf der technischen Seite setzt Vogemann auf die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, Ethereum. In Kooperation mit dem Token-Portal und Agora-Ableger Ive.one hat das Unternehmen eine maßangefertigte Blockchain-Lösung entwickelt, die den STO verwaltet. Die regulatorische Absegnung kommt indes aus Liechtenstein. Die FMA Finanzaufsicht Liechtenstein hat den Wertpapierprospekt bereits am dritten Juli dieses Jahres gebilligt und so den Weg für frisches Kapital freigemacht.

Security Token Offerings (STO) haben hierzulande immer noch ein schweren Stand. Zunächst gelobt als reguliertes Pendant zu Initial Coin Offerings (ICO), wollen sie ihr Nischendasein nicht so recht verlassen.

Dass so mancher STO trotz geringer Verbreitung zum Kassenschlager werden kann, zeigte Bitbond. Das Start-up verkaufte bereits am ersten Tag Token im Wert von einer Million Euro.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

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