69.370,22 Bitcoin liegen in Wallet zur freien Verfügung. Wer sie öffnet, würde sehr reich werden. Hacker versuchen sich deshalb seit zwei Jahren an der Öffnung.

Bisher sind alle noch erfolglos, aber Alon Gal hat eine neue Idee: Quantencomputer.

Seit gut zwei Jahren versuchen Hacker und andere Schatzsucher immer wieder ihr Glück, die Wallet mit Bitcoin für umgerechnet 762 Millionen US-Dollar zu hacken. Offenbar gestaltet sich dies jedoch als sehr schwierig. Die im Internet angebotene Datei wallet.dat, auf der die Bitcoins angeblich zu finden sind, ist mit einem langen Passwort geschützt.

Zugriff auf die Coins erhält man durch den sogenannten Private Key, der auf dieser Datei enthalten sein soll. Des Weiteren sollen zwei Algorithmen den unbefugten Zugang zusätzlich schützen. Die Hash-Funktionen zu entschlüsseln gilt als nicht möglich; es dauert schlichtweg zu lange. Hacker würden zu Lebzeiten nicht mehr von ihrem Erfolg profitieren können.

“Rücken Sie vor bis auf Los” und ziehen 69.370,22 Bitcoin ein…

Das Problem der zeitaufwendigen Entschlüsselung wird möglicherweise bald der Vergangenheit angehören. Hochleistungsfähige Quantencomputer sollen so leistungsfähig sein, dass sie die Rechenpower heutiger Computer in den Schatten stellen. Sie berechnen mehrere Ergebnisse gleichzeitig, statt die Probleme, wie ein herkömmlicher Rechner nacheinander, zu bearbeiten. Alon Gal, Chief Technology Officer der Cyber-Kriminalitäts-Firma “Under the Breach“, will den Zugriff auf die Bitcoins auf diese Weise lösen. Googles Quantencomputer soll ein Problem, das ein heutiger Computer in 10.000 Jahren gelöst hätte, in 03:20 Minuten berechnet haben. Prinzipiell scheinen derartige Computer also auch für das Knacken von Codes eingesetzt werden zu können. Auf jeden Fall sehen wir, wozu die Technik heutzutage bereits imstande ist.

Der Krypto-Experte Peter Todd glaubt nicht daran. Er bezeichnet Googles Quantencomputer als primitiv. Weitere Personen ließen verlauten, dass Quantencomputer für andere Arten von Rechnungen entwickelt wurden. Das Umkehren von Hashwerten, das nicht möglich sein soll, sei also auch für die Supercomputer eine unmögliche Aufgabe.

…oder “Gehen Sie in das Gefängnis”

Malt man den Teufel an die Wand, könnten Quantencomputer also das schleichende Ende des Krypto-Marktes einleiten. Da meinen so manche pessimistischen Beobachter. Verlieren Anleger sodann das Vertrauen in die digitale Währung, so wäre der Zusammenbruch des Marktes die Folge.

Werden Quantencomputer jedoch überhaupt so schnell, dass sie den Bitcoin-Transaktionsprozess untergraben? Bisher ist das noch Zukunftsmusik. Solange niemand einen neuen Entschlüsselungs-Algorithmus für die Hashwerte findet, bleibt Bitcoin sicher. Zudem sind Quantencomputer sowohl in der Entwicklung als auch im Unterhalt teuer. Es dürften noch viele Jahre vergehen, bis diese zum Standard werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

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