BaFin schließt Bitcoin-Automaten in ganz Deutschland. Am 04.08.2020 wurde mit der Sicherstellung des größten deutschen Automatennetzes begonnen.

In Deutschland betreibt der “Shitcoin Club” das größte Automatennetz, welches sich rasant in ganz Europa ausbreitet. Bereits im März diesen Jahres untersagte die Behörde jedoch den Betrieb dieser Automaten.

Umfirmierung statt Schließung

Anstatt einer Schließung kam es zu einer Neueröffnung. Die Frage nach der Erlaubnis für das Geschäft ist somit erneut zu stellen. Das Handelsblatt versuchte in einem Bericht zu recherchieren, wie es dem Betreiber gelungen ist, sein Geschäft wieder aufzunehmen.

Es handelt sich lediglich um eine Umfirmierung mit neuen Betreibern. Die alten Betreiber, die KKT UG, ist durch die Neuen, die Virtual Planet OÜ” ersetzt worden. Diese, mit Sitz in Estland ansässige Firma, besitzt eine Genehmigung für Finanzdienstleistungen. Die Geschäftsführung vertritt Frau Dominika Lewandowska.

Sicherstellung und amtliche Versiegelung

Inzwischen werden die Bitcoin-Automaten sichergestellt und die Lokale amtlich versiegelt. Die erste bestätigte Schließung und Versiegelung eines Lokals betraf Köln. Dort ist im Schaufenster die amtliche Bekanntmachung zu sehen. Der Schaden für das Unternehmen dürfte in die Millionen gehen, denn es fehlt nun der Umsatz, das Gerät und das Bargeld in den Automaten.

Offensichtlich war der Wechsel in der Führung der Firma ein Versuch, sich der Vollstreckung der Maßnahme zu entziehen. Die neue Firma wurde bereits im März 2020 gegründet. Im gleichen Monat verbot die BaFin die Firma.

Krypto-Industrie zerfleischt sich selbst

Damit ist klar, dass ein Geschäft mit Bitcoin-Automaten in Deutschland Seltenheitswert besitzt. Ausgerechnet die Behörde, welche maßlos beim Wirecard-Skandal versagt hat, nimmt nun die Aufgabe wahr, ein vollkommen legitimes Geschäft zu zerstören.

Während Gebrauchtwagen, Edelmetalle und andere Wertgegenstände problemlos bis zu einer gewissen Obergrenze anonym mit Bargeld angeschafft oder veräußert werden können, genießen deutsche Bürger diese Möglichkeit nicht in Bezug auf Bitcoin.

Warum ist die wesentlich größere Bedrohung durch Geldwäsche in anderen Wirtschaftszweigen hinnehmbar, aber bei Bitcoin wird sie plötzlich zum Problem?

BaFin wurde wahrscheinlich gedrängt

Der Bericht des Handelsblatts vom 24. Juli könnte eine entscheidende Rolle für das Durchgreifen der BaFin gespielt haben. Schließlich muss die Behörde nach dem Totalversagen im Fall von Wirecard ihren Wert beweisen. Dass die Berichterstattung durch das Handelsblatt hier eine Reaktion provoziert haben mag, ist mehr als nahe liegend.

Während das Automantennetz des “Shitcoins Club Europa” zunehmend erobert und zum Marktführer avanciert, bleibt Deutschland in diesem Sektor ein schwarzes Loch.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Bitcoin-Kurier.

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