Blockchain trackt Virus

Blockchain trackt Virus. Der niederländische Arbeitskreis Public Health Blockchain Consortium hat eine Monitoring-Lösung für die Ausbreitung von Viren, Bakterien und sonstigen Krankheitserregern entwickelt.

Dabei verfolgt die Software die Bewegungsprofile nicht infizierter Personen. Somit soll eine Einteilung in sichere und gefährliche Gebiete möglich sein.

Wegen Corona diskutieren immer mehr Länder über Ausgangssperren.

Längst schon ist die Wirtschaft eingebrochen und das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Das niederländische Public Health Blockchain Consortium (PHBC) will nun Abhilfe schaffen, in dem sie eine Software-Lösung erschaffen hat. Der Name dieses Monitoring-Dienstes lautet VirusBlockchain.com. Dieser Dienst soll die Behörden dabei unterstützen, die Ausbreitung von z.B. COVID-19 systematisch zu verfolgen.

Im Prinzip handelt es sich um eine Überwachungs-Software, anhand dessen ein Bewegungsprofil erstellt wird. Dabei soll die Software Gemeinden und Arbeitsstätten erfassen, in denen bisher keine Infektionsfälle vorliegen. Der PHBC-Chef, Ayon Hazra, beschreibt die Arbeitsweise der Blockchain-Lösung so:

    “Im Gegensatz zur herkömmlichen Überwachung von Infektionskrankheiten, die sich auf infizierte Personen konzentriert, überwacht dieses System stattdessen die Bewegung nicht infizierter Personen. Dabei wird deren Rückkehr in sichere Zonen eingeschränkt, sollten sie Gebiete passiert haben, von denen bekannt ist, dass sie infiziert sind.

Die Information, ob ein Bereich sicher oder nicht ist, erhebt die Software automatisiert aus offiziellen behördlichen Angaben.

    “Die Monitoring-Blockchain von PHBC kann Zonen mit und ohne validierte Ereignisberichte automatisch identifizieren. Hierbei integriert die Software Echtzeitinformationen von Überwachungsanbietern mit Künstlicher Intelligenz (KI) und geografischen Informationssystemen (GIS).”

Alle nicht infizierten Personen werden in allen Bereichen des öffentlichen oder privaten Lebens erfasst und  Gebiete in sichere und unsichere Zonen unterteilt. Betritt nun eine Person ein mutmaßliches Risikogebiet, muss derjenige mit Quarantäne- und Isolationsmaßnahmen rechnen. Unter dem Deckmantel von Sicherheit und Schutz der Bevölkerung, wird hier eine totale Überwachung geschaffen.

Testphase der PHBC-Blockchain läuft bis 2021

Derzeit läuft nun eine erste einjährige Testphase. Im kommenden Jahr will der niederländische Arbeitskreis deren Ergebnisse dann der Weltgesundheitsorganisation WHO präsentieren.

Zwar gibt das Konsortium an, die Bewegungsprofile der Menschen anonymisiert zu erfassen, aber können wir uns da sicher sein? Aus Sicht der Bürger bleibt jedoch zu hoffen, dass solche drastischen Überwachungsmechanismen, wie sie VirusBlockchain.com vorsieht, nicht mehr “notwendig” sein werden.

Sollten Ausgangssperren, Quarantänemaßnahmen oder Ähnliches nicht mehr notwendig sein, könnte die Blockchain-Lösung für die weitere Arbeit der WHO dennoch wichtige Potentiale bereithalten. Denn ein neues Virus steht bestimmt bald vor der Tür.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

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