BTC per E-Mail versenden? Coinbase hat ein dementsprechendes Patent in den USA angemeldet.

Der Einstieg in die Krypto-Welt soll so einfach wie möglich gestaltet werden. Deshalb ist die weltweit größte Krypto-Börse, Coinbase, bereits seit 2012 massiv dabei, diese Entwicklung voranzutreiben. Der CEO, Brian Armstrong, möchte jedoch noch weiter hinaus und so reichte Coinbase bereits 2015 ein Patent ein, welches die Nutzung von BTC weiter revolutionieren könnte. Bei diesem Patent werden BTC einfach über E-Mails versandt.

BTC versenden so einfach wie eine E-Mail

Letzte Woche hat die Crypto-Exchange Coinbase dieses Patent erhalten. Dieses System soll es Nutzern ermöglichen, BTC genauso einfach wie ein E-Mail zu versenden.

Dabei werden im Hintergrund die E-Mails mit BTC Wallets verbunden. Hierbei sendet der Sender eine Zahlungsanfrage an eine E-Mail, um eine Transaktion abzuschließen. Die BTC werden auf der Wallet des Empfängers gutgeschrieben. Der Versender muss lediglich genügend Coins auf seiner mit der E-Mail verbundenen Wallet liegen haben.

Das Patent beschränkt sich erst einmal auf die Kryptowährung Bitcoin (BTC), welche in dem Patent ausdrücklich erwähnt wird. Technisch gesehen dürfte es allerdings auch kein Problem sein, solch ein System auch für andere Coins zu nutzen.

Da es sich um ein Patent von Coinbase handelt, sollen bei internen Transaktionen keine Gebühren anfallen. Hingegen werden Transaktionen zu externen Adressen mit Gebühren belegt. Weitere Beschränkungen auf einzelne E-Mail-Anbieter soll es nicht geben.

Braucht die Welt so etwas?

Wie bei allen wirtschaftlichen Anwendungen muss man sich natürlich die Frage stellen, ob die Welt solch ein System überhaupt braucht. Zumindest wurde es nun von Coinbase patentiert.

Sowohl BTC als auch die E-Mail-Protokolle POP3, IMAP und SMTP Open Source sind für jeden zugänglich. Muss so ein System überhaupt patentiert werden? Es handelt sich lediglich um die Verbindung der Systeme zur Nutzung derselben. Womit der Nutzung offensichtlich eine Beschränkung auferlegt wird.

Der zeitliche Ablauf hingegen, ist ein klarer Minuspunkt. Angeblich bräuchte eine Transaktion 48 Stunden von der Bestätigung des Empfängers bis zum sogenannten „Clearing“. Erst beim Clearing wird die Transaktion dann tatsächlich durchgeführt. Das ist wesentlich länger als aktuell übliche BTC Transaktionen.

Nichtsdestotrotz würde ein solches System die Nutzung von BTC für Einsteiger und „Technik-Legastheniker“ stark vereinfachen. Das würde natürlich zu Adoption beitragen und käme dann dem gesamten Crypto-Markt zugute. Wir können also auf weitere technische Entwicklungen von Coinbase gespannt sein, zumal Brian Armstrong im August große Worte für die Zukunft der Exchange von sich gegeben hat:

    Die Vision von Coinbase ist die Schaffung von mehr wirtschaftlicher Freiheit für jeden Menschen und jedes Unternehmen auf der Welt in den nächsten 10 Jahren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Cryptomonday.

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