Europäische Zentralbank (EZB) teilt Einschätzung zur Krypto-Regulation. Dabei geht es in erster Linie um die Entscheidungsmacht. 

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der EU-Kommission ihre offizielle Einschätzung zur Krypto-Regulation mitgeteilt. Hierbei geht es in erster Linie um die Entscheidungsmacht über Facebooks Diem und vergleichbare Stablecoins.

Das eigene Regelwerk der EU legte die EU bereits im September vergangenen Jahres vor. Hierbei geht es um den Umgang mit Kryptowährungen. Für die Herausgeber von Stablecoins waren darin strenge Kapital- und Liquiditätsanforderungen vorgesehen. In einer amtlichen Rechtsmeinung vom Februar 2021 bezog die Europäische Zentralbank (EZB) dazu nun Stellung. Laut Reuters fordert die Zentralbank ein Vetorecht auf die Zulassung von Stablecoins. Demnach sollte:

die Beurteilung einer potenziellen Bedrohung für die Durchführung der Geldpolitk und des reibungslosen Funktionierens der Zahlungssysteme in die ausschließliche Zuständigkeit der EZB fallen.

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Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank stellen Stablecoins ein potenzielles Risiko für die Zahlungssicherheit in der Eurozone dar. Neben strikten Kontrollen fordert die Zentralbank deshalb, dass die Herausgeber ausreichend gegen einen möglichen Banken-Run abgesichert sind. Sie müssen dafür über hohe Bargeldreserven verfügen.

Regelwerk

Ebenfalls möchte die Zentralbank am Regelwerk für Kryptowährungen der EU etwas ändern. Signifikant wichtig zu sein scheint der EZB, dass ausschließlich die Meinung der europäischen Behörden in Fragen von Stablecoins bindend ist. Dementsprechend soll diese Bindung ins Gesetz gegossen werden.

Europäische Zentralbank entwickelt eigene digital Währung

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, zählt in puncto Kryptowährungen eher zu den mahnenden Stimmen. Kryptowährungen attestierte sie zwar ein grundsätzliches Innovationspotenzial, jedoch Stablecoins benannte sie als mögliche Gefahr für die staatliche Währungssouveränität. Gerade kürzlich erteilte sie einer Reservewährung in Form einer Nutzung von Bitcoin eine Absage.

Trotzdem arbeitet die Europäische Zentralbank an einer eigenen digitalen Zentralbankwährung. Der digitale Euro soll in den nächsten vier Jahren an den Start gehen. Das geplante CBDC ist selbstverständlich von der Krypto-Regelung ausgenommen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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