Frankreich hat Bitcoin als Währung anerkannt. Überall auf der Welt wird die rechtliche Behandlung von Kryptowährungen diskutiert, indem eine Grundlage für Bitcoin und Co. geschaffen wird. Die Klassifizierung schreitet überall voran, ob Kryptowährungen nun ein Wirtschaftsgut oder doch eine Währung sind.

In unserem Nachbarland Frankreich kam es nun zu einer kleinen BTC Revolution, denn Frankreich erkennt Bitcoin als Währung im klassischen Sinne des Gesetzes an. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf den aktuellen Gerichtsfall in Frankreich, sondern für die gesamte Krypto-Szene.

Bitcoin könnte die neue Währung in Frankreich sein

Regulationen von Kryptowährungen sind weltweit in aller Munde. Die Frage dahinter heißt: Ist Bitcoin ein Wirtschaftsgut, eine Ware oder doch eine Währung?

Diese Frage wurde in Frankreich nun geklärt. Ein Gerichtsurteil sorgt für Schlagzeilen. Das Handelsgericht in Nanterre hat am 26. Februar Bitcoin als ein austauschbares, für verschiedene Funktionen einsetzbares und nicht individualisiertes Asset definiert. Im Wortlaut sind das die gleichen Eigenschaften, die dem herkömmlichen Fiat-Geld zugesprochen werden.

Bitcoin Gerichtsfall aus dem Jahr 2014

Anlass dieser Definition des französischen Gerichts war ein Streitfall zwischen der Krypto-Börse „Paymium“ aus Frankreich und einer Investment-Firma für alternative Assets namens BitSpread. Paymium hatte im Jahr 2014 1.000 BTC (heutiger Wert rund 9,1 Millionen USD) an BitSpread verliehen.

Während dieses Kredits kam es 2017 zum Hard-Fork zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash, wobei jeder, der BTC hielt, die gleiche Menge an BCH erhielt. Diese 1000 BCH sind heute die nicht irrelevante Summe von knapp 350.000 USD wert. Und wem gehören nun diese 1.000 Bitcoin Cash? Dem Kreditgeber oder dem Kreditnehmer?

Hierzu musste das Gericht sich mit der Rechtsnatur von Bitcoin befassen. Nachdem Bitcoin als fungibler Vermögenswert definiert wurde, ist das Verleihen von BTC nichts anderes als ein Verbraucherkredit. Folglich gehören die 1.000 Bitcoin Cash nicht der Börse (Paymium), sondern BitSpread als Eigentümer des “Verbraucherkredits”.

Globale Auswirkungen auf Krypto-Bereich

Dieses Urteil hat weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Regulation von Kryptowährungen sowie auch auf die gesamte Krypto-Welt. Für Bitcoin und Co. ergeben sich weitere Vorteile. So erklärte Hubert de Vauplane (Anwalt bei Kramer und Levin):

    “Der Umfang dieser Entscheidung ist beträchtlich, da Bitcoin wie Geld oder andere Finanzinstrumente behandelt werden kann. Es wird daher Bitcoin-Transaktionen wie Kredit- oder Repo-Transaktionen erleichtern. Diese könnten in Folge dessen zunehmen, und somit die Liquidität des Krypto-Währungsmarktes begünstigen.”

Eine weitere Folge des Gerichtsurteils könnte sein, dass zukünftig in Krypto-Krediten, wie sie beispielsweise beim DeFi Trend eine immer größere Rolle spielen, eine zusätzliche Klausel eingearbeitet wird. Diese eingearbeitete Klausel könnte dann verhindern, dass zusätzliche Assets an den Kreditnehmer und nicht an den Kreditgeber gehen.

Inzwischen sprechen viele Regulatoren positiv über Bitcoin. Dementsprechend wurden, nicht nur in Frankreich, Gesetze und Gerichtsurteile erlassen, die für einen neuen Weg sprechen. Bis zu einer flächendeckenden, optierten Nutzung von Bitcoin ist noch ein langer Weg. Die Nachfrage nach Bitcoin und Co. wird aber immer stärker und sicherlich wird dieses auch positive Auswirkungen auf den Kurs haben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Cryptomonday.

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