Ein Krypto-Nutzer findet seinen Private Key wieder. Er will, trotz des plötzlichen Reichtums von 4 Millionen US-Dollar jeglichen Luxus vermeiden.

Im Jahre 2011 verlegte ein Student den Private Key für mehrere Wallet-Adressen. Inzwischen hat sich dort ein beträchtliches Vermögen aufgebaut. Zusammen auf den unterschiedlichen Wallets lagen insgesamt rund 4 Millionen US-Dollar. Über ein Wegwerf-Konto auf Reddit erklärte der Student, er habe sich etwa 4,2 Millionen US-Dollar in Bitcoin (BTC) auszahlen lassen.

Glückspilz im Dezember

Der Glückspilz fand seinen Private Key im Dezember 2020 als der Kurs des Bitcoin bei etwa 23.000 US-Dollar lag. Etwas später liquidierte er die Coins inmitten des Bullenlaufs.

Ich habe die Woche darauf damit verbracht herauszufinden, wie ich eine so große Menge Bitcoin sicher und günstig liquidieren kann. Dann schaute ich auf verschiedenen außerbörslichen Plattformen und verkaufte schließlich alle 127 Bitcoins zu einem Kurs von 33.439,02 US-Dollar pro Coin, abzüglich einer Gebühr in Höhe von 0,15 Prozent. Ich habe Netto etwa 4,24 Mio. US-Dollar herausbekommen.

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Auf die Frage, wie er zu den Bitcoins gekommen sei, antwortete der Student, er habe sie zwischen 2011 und 2012 durch "Umfragen, das Anschauen von Videos und das Erledigen zufälliger Aufgaben" verdient. Eigentlich wollte er die Coins für den Kauf von In-Game-Währung für das Online-Spiel DarkOrbit verwenden. Schlussendlich habe er dies aber nicht getan. Die Private Keys waren auf einem alten Dell-Computer, den er nicht mehr nutzte und sie schließlich vergessen hatte.

Wenn man dem Studenten glauben darf, hat er wohl etwa 1 Mio. US-Dollar zusätzlich verpasst. Er hätte dazu nur ein paar Wochen länger halten müssen. Seit Dezember ist der Kurs von Bitcoin auf über 41.000 US-Dollar geklettert und hat immer wieder neue Allzeithochs erreicht.

Ich hätte nicht alles auf einmal verkaufen sollen

Der Student gab zu, er hätte "nicht alle 127 Bitcoin verkauft", wenn er nochmal in diese Situation käme.

Aber ich muss mich auch selbst loben, ich habe 8-9 Jahre geHODLt. Das ist länger als bei der überwiegenden Mehrheit der Krypto-Nutzer. Ich würde es definitiv anders machen, wenn ich eine zweite Chance bekäme.

Trotz dessen sagte er, er wolle "teuren Luxus" vermeiden und den Großteil des Geldes in den S&P 500 investieren:

Ich möchte nicht wie einer dieser Leute enden, die im Lotto gewinnen und alles in wenigen Monaten/Jahren verprassen. Ich werde mein Leben normal weiterleben, so wie ich es am 21. Dezember und an jedem Tag davor getan habe.

Oftmals enden solche Geschichten von verlorenen oder verlegten Private Keys nicht so glücklich aus. So erging es einem britischen IT-Mitarbeiter, der 2013 seinen Laptop wegwarf. Auf dem Laptop war der Private Key für eine Wallet mit einem heutigen Wert von mehr als 285 Millionen US-Dollar in Bitcoin.

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