Krypto-Unternehmen in Österreich

Seit Januar 2020 müssen sich sämtliche Krypto-Unternehmen in Österreich bei der FMA registrieren, anderenfalls sollen harte Strafen folgen. Die Anforderungen sind von vielen kleinen Unternehmen gar nicht so einfach zu erfüllen.

Österreich gilt für Krypto-Trading als sehr liberales Land, will jetzt jedoch härter durchgreifen. So fordert die Finanzmarktaufsicht (FMA) zukünftig jeden Beantrager einer Lizenz auf nachzuweisen, dass das Krypto-Unternehmen über eine ausreichende Liquidität und Ressourcen verfügt. Des Weiteren muss eine Due Diligence-Prüfung durchgeführt werden. Anderenfalls folgen drastische Strafen.

Die österreichische FMA hat Regeln in einer kürzlichen rechtlichen Bekanntmachung durchgesetzt. Die neuen Vorschriften werden sich auf Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Ausgabe und dem Verkauf virtueller Währungen sowie auf deren Übertragung, dem Handel, dem Tausch und auf Trading-Plattformen auswirken, ganz unabhängig davon, wo virtuelle Währungen miteinander oder für Zahlungsinstrumente mit gesetzlichem Zahlungsmittel oder umgekehrt umgetauscht werden können, wie auch Verwahrungs-Wallets.

Für kleine Broker und Börsen können diese Anforderungen sehr teuer werden. Die großen und führenden europäischen Börsen verfügen bereits über eine Lizenz.

Für EU-Händler offene, internationale Börsen müssen sich möglicherweise ebenfalls einem neuen Regelwerk unterwerfen. Hierbei handelt es sich um eine Registrierung bei den lokalen, länderspezifischen Behörden als auch auf EU-Ebene. Diese Vorschriften gelten EU-weit und sind am 10. Januar 2020 in Kraft getreten. Als Grund werden eine Vermeidung von Terrorismusfinanzierung sowie Steuerhinterziehung angegeben.

Viele Börsen führen bereits die erforderlichen Verfahren, wie das KYC durch. Des Weiteren beinhalten diese Anforderungen konkrete Angaben zum Unternehmenseigentum, einen Nachweis zum Ausschluss von Handel mit sanktionierten Gebieten sowie die Bereitschaft zur Vorlage von Transaktions- und Geldschecks.

Die AMLD5-Anforderungen sind eine Antwort auf die Vorschläge der Financial Action Task Force. Man erwartet, dass die FATF-Richtlinien den Kryptoraum im Laufe des Jahres 2020 weiter formen und Börsen weltweit beeinflussen werden.

Die geänderten Anforderungen der EU bedeuten auch zusätzliche Meldepflichten für Börsen aus Malta, wo unter anderem Binance sitzt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Blockchain-hero.

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