Kryptowährungen droht ein Verbot in Europa! Finanzminister Olaf Scholz hat fünf große EU-Staaten zu einer Allianz gegen Libra und Co. versammelt.

Ganz im Sinne der Machthungrigen, könnte die private, “wilde” Welt der Geldschöpfung mittels Kryptowährungen in Europa bald illegal werden.

Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande fordern in einer gemeinsamen Erklärung, notfalls Verbote von Kryptowährungen. Eine solche Erklärung liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor. Hierin heißt es, dass es eines präzisen und stabilen Regelwerks bedürfe.

Dementsprechend will die EU-Kommission noch im September Vorschläge zur Regulierung von Kryptowährungen vorlegen. Der als Libra-Kritiker bekannte Bundesfinanzminister, Olaf Scholz, will den Regulierungsvorschlag der EU-Kommission aufgreifen. Die EU-Ratspräsidentschaft von Deutschland dient hierbei als Instrument zu Verhandlungen noch im zweiten Halbjahr 2020.

Sollten Regeln nicht eingehalten werden, müsse es Untersagungen geben

Das Netzwerk im Internet hat mit seinen Plänen für ein eigenes Digitalgeld Regierungen, Aufseher und Zentralbanken weltweit aufgeschreckt. Im April stellte die für den Aufbau gegründete Libra Association in der Schweiz einen Antrag für die Bewilligung als Zahlungsmittel. Der Satz: “Sollten Regeln nicht eingehalten werden, müsse es Untersagungen geben”, bedeutet jedoch vielleicht auch, dass eine große Unsicherheit und Angst vor Kontrollverlust bei der Finanzindustrie vorherrscht. Möge sich jeder hierzu seine eigenen Gedanken machen.

Die Zentralbank der Zentralbanken arbeitet an Anti-Libra

Viele Regierungen haben allerdings Vorbehalte, Facebook mit einer digitalen Währung in den Finanzsektor expandieren zu lassen. Solche “Stable Coins”, sogenannte Cyberdevisen, orientieren sich, anders als etwa Bitcoin, an einem Korb von Währungen und sind daher weniger volatil (schwankend), weshalb sie, im Gegensatz zum reinen Spekulationsobjekt Bitcoin, auch als Zahlungsmittel infrage kämen. Zahlungen über Ländergrenzen hinweg könnten mit ihnen schneller und günstiger werden.

So lauten die größten Kritiken an Kryptowährungen: Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Betrug, Energieverbrauch ohne wirtschaftlichen Nutzen und vor allem: Destabilisierung der Finanzmärkte!

Dies sind alles negative Kritiken, doch was ist mit den positiven? Als da wären: Transparenz, Fälschungssicherheit auf Grundlage der Blockchain, Eigenverantwortung der Menschen und vieles mehr. Da zum Beispiel sogenannte Stable Coins wesentlich weniger volatil sind, fiele ein negatives Argument weg.

Mehrere Staaten oder internationale Zusammenschlüsse arbeiten an eigenem digitalem Geld, um die Vorteile der Technik auszunutzen, ohne Kontrolle abzugeben.

Der frühere Vizechef der Europäischen Zentralbank, Benoit Coeuré, arbeitet heute an diesem Projekt bei der Baseler Bank für internationalen Zahlungsausgleich.

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