Telegram verschiebt sein Blockchain-Projekt

Der Messaging-Dienst Telegram hat den Launch seines Blockchain-Projektes Telegram Open Network (TON) nach hinten verschoben. Grund dafür sind Probleme mit der US-Börsenaufsicht.

 

Die US-Börsenaufsicht, Securities and Exchange Comission (SEC), hat am 11. Oktober eine einstweilige Verfügung gegen den Nachrichtendienst Telegram erlassen. Die Begründung ist, dass das Unternehmen im Zuge ihres Fundraisings Gram-Token ohne Lizenz an US-Investoren verkauft habe. Es handelte sich um einen Wert von 2,9 Milliarden US-Dollar. Nach der Meinung der SEC handelt es sich hier um Wertpapiere, weswegen dafür eine Genehmigung der Behörde nötig sei.

In einer E-Mail, die dem Krypto-Blog Cointelegraph vorliegt, teilte das Unternehmen den TON-Investoren der ersten Stunde mit, dass der Start der TON-Blockchain vorerst verschoben werden müsse:

    Wir hatten geplant, das TON-Netzwerk Ende Oktober zu starten. Die jüngste SEC-Klage hat dieses Timing jedoch unerreichbar gemacht. Wir sind mit der Rechtslage der SEC nicht einverstanden und beabsichtigen, die Klage entschieden zu verteidigen. Wir schlagen vor, die Frist zu verlängern, um zusätzliche Zeit für die Lösung der Klage der SEC und die Zusammenarbeit mit anderen Regierungsbehörden vor der Inbetriebnahme des TON-Netzwerks zu gewinnen.

SEC erlässt Einstweilige Verfügung

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Comission (SEC) hat am 11. Oktober eine einstweilige Verfügung gegen den Nachrichtendienst Telegram erlassen. Die Begründung: Das Unternehmen habe im Zuge ihres Fundraisings Gram Token im Wert von 2,9 Milliarden US-Dollar an US-Investoren verkauft, allerdings ohne Lizenz. Nach der Meinung der SEC handelt es sich hier um Wertpapiere, weswegen dafür eine Genehmigung der Behörde nötig sei.

In einer E-Mail, die dem Krypto-Blog Cointelegraph vorliegt, teilte das Unternehmen den TON-Investoren der ersten Stunde mit, dass der Start der TON-Blockchain vorerst verschoben werden müsse:

    Wir hatten geplant, das TON-Netzwerk Ende Oktober zu starten. Die jüngste SEC-Klage hat dieses Timing jedoch unerreichbar gemacht. Wir sind mit der Rechtslage der SEC nicht einverstanden und beabsichtigen, die Klage entschieden zu verteidigen. Wir schlagen vor, die Frist zu verlängern, um zusätzliche Zeit für die Lösung der Klage der SEC und die Zusammenarbeit mit anderen Regierungsbehörden vor der Inbetriebnahme des TON-Netzwerks zu gewinnen.

Telegram kann das jedoch nicht allein bestimmen. Um den Starttermin endgültig verschieben zu können, benötigt das Social-Media-Unternehmen die Genehmigung von den zwei Investorengruppen, die im Februar und März 2018 in TON investiert hatten. Falls sich eine der Gruppen gegen die Entscheidung stemmen würde, müsste man die Verteilung der Token anpassen, so heißt es in der E-Mail weiter. Allerdings lässt sich Telegram hier ein dezentes Druckmittel offen. Falls die Mehrheit der Investoren nicht zustimme, könne man ihnen etwa 77 Prozent ihres Geldes ausbezahlen.

Telegram, TON und 1,7 Milliarden US-Dollar

Das Initial Coin Offering (ICO) des Messaging-Dienstes zählt zum bisher erfolgreichsten seiner Art. Zu Beginn des Jahres 2018 schaffte es Telegram, allein im Vorverkauf der Token 850 Millionen US-Dollar einzusammeln. In diesem Vorverkauf hatten lediglich 81 ausgewählte Investoren Zugang. In der zweiten Runde sollte sich diese Summe noch steigern – hier waren es dann insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar, die Telegram einsammeln konnte. Der nun gestoppte Release der Gram Token war auf Ende Oktober angesetzt. Nun liegt es unter anderem an der südkoreanischen Gram Asia, die als größte Investorin gilt, dem Vorschlag Telegrams zuzustimmen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

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