Besitztum mittels NFT im digitalen Zeitalter. Doch was sind NFTs und wie unterscheiden sie sich von anderen Token?

NFTs sind nicht fungible Token (Non-fungible Token), mithilfe derer die Echtheit und der Besitz – meist digitaler Güter – einwandfrei nachzuweisen und zu belegen sind.

Token sind Einheiten bzw. ein Gut eines Blockchain Projekts, welche im Rahmen einer ICO, also beim Start, ausgegeben werden. Die Token müssen ganz normal mit Euro, Dollar usw. oder mit bestehenden Kryptowährungen gekauft werden. So wird die Arbeit des Projekts finanziert.

Hierbei stellt sich nun die Frage, inwiefern diese Token einsetzbar oder übertragbar sind und vor allem, wie es mit den Besitzverhältnissen aussieht. Token für sich haben keine Währungseigenschaften und keine eigene Blockchain. Das heißt, trotz dessen Gebrauch verbleiben sie immer im Eigentum des Herstellers und an die – meist Ethereum-Blockchain – gebunden. So kommen wir zu der Frage der Fungibilität.

Das uns bekannteste Gut, anhand dessen sich Fungibilität erklärt, ist unser Geld. Wir können es in jeder beliebigen Stückelung verwenden, um etwas zu kaufen. Ob Sie nun eine Summe von 5,– Euro in 5 einzelnen Euromünzen oder in 500 Centstücken bezahlen, bleibt Ihnen überlassen. Der Wert bleibt immer derselbe.

Neue NFTs im wöchentlichen Rhythmus

Im wöchentlichen Rhythmus kommen neue NFTs auf den Markt mit immer neuen Anwendungsfällen. Das birgt ein enormes Wachstumspotential.

Die MarketCap des NFTs MIRANDUS zum Beispiel – ein im vergangenen Herbst erschienenes Fantasy Game des Unternehmens Gala Games – verzeichnete innerhalb der vergangenen 7 Tage ein unglaubliches Wachstum von 160.695,67%!

Ein weiteres Beispiel zur Fungibilität ist der Bitcoin. Dieser kann sogar bis auf die achte Stelle hinter dem Komma "gestückelt" werden. Somit ist der Bitcoin ein einmal mehr fungibel.

Ein immer größer werdendes Angebot

Seit 2017 gibt es ein immer größer werdendes Angebot an einzigartigen digitalen Produkten. Anwendungsfälle hierfür sind digitale Sammlerstücke wie zum Beispiel Gegenstände aus Computerspielen, digitale Kunst, Veranstaltungstickets, Domainnamen, aber inzwischen auch immer häufiger digitale Eigentumsnachweise für physische Vermögenswerte wie zum Beispiel Immobilien.

Anet Janik Live 2019

Die ersten digitalen Non-fungible-Items sind sehr viel älter.

Die meisten Spiele im Internet verdienen ihr Geld mit digitalem Zubehör und Ausrüstungsgegenständen oder allgemein gesagt In-App-Käufen. Dazu zählen z.B. Waffen, Fahrzeuge, Kleidung, Avatare oder auch Tiere. Ein bekanntes Beispiel hierfür liefern die Spiele Fortnite oder auch World of Warcraft.

Außerhalb dieser Spiele können Sie mit diesen Gegenständen nichts anfangen. Sobald Sie das Spiel auf Dauer verlassen oder löschen, verbleiben diese Gegenstände im Spiel und sind für Sie und andere unbrauchbar. Der Besitzer ist weiterhin der Spielbetreiber, egal, wieviel Sie dafür bezahlt haben. Diese Items sind also nicht fungibel.

An diesem Punkt kommen NFTs ins Spiel

In blockchain-basierten Spielen können sich Spieler nach altbekanntem Muster neue Items erkaufen und diese auf verschiedenen NFT-Börsen später weiterverkaufen. Sie sind also der tatsächliche Besitzer ihrer digitalen In-Game-Einkäufe oder Spielbelohnungen. Solche Items sind somit sehr fungibel.

Durchbruch der NFTs mit CryptoKitties

Den "Durchbruch" an Beliebtheit und Bekanntheit erreichten NFTs Ende 2017 mit einem Projekt namens CryptoKitties. Hierbei handelte es sich um ein Spiel, bei dem man virtuelle Katzen kaufen und miteinander kreuzen konnte, um so neue Katzenarten zu züchten. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Spiel zu einem vollen Erfolg und auch wenn der Hype in 2018 wieder abflachte, die neu gezüchteten CryptoKitties werden heute noch auf cryptokitties.co und anderen Börsen verkauft und ersteigert. Auch dieses Spiel basierte auf der Ethereum-Blockchain.

Der NFT-Hype war geboren. Schließlich wurde ca. 2019 NonFungible.com gegründet. Es handelt sich hierbei um eine Übersichtsseite des NFT-Markts, die bis dato Bestand hat.

Die Kunstwelt und NFTs

Bisher war es unmöglich, digitale Kunstwerke auszustellen und gleichzeitig nachzuweisen, rechtmäßiger Eigentümer zu sein. Durch NFTs ist dieses nun möglich.

Heute gibt es bereits dutzende von NFT-Kunstplattformen, welche digitale Kunstwerke mithilfe von NFT-Tokens zu einmaligen Sammlerstücken machen. Die Massentauglichkeit von NFTs lieferten dann Projekte wie Mintbase oder Mintable.

Jeder Künstler hat nun die Möglichkeit, seine eigenen NFTs zu kreieren und zu verkaufen. Dabei bieten sich viele Möglichkeiten, ob nun Kunst, Visitenkarten, Collectables oder Firmencoupons. Der Einstieg ist denkbar einfach und die Ideen für neue NFTs gehen bestimmt nicht aus.

Semi-Fungibilität

Bisher war es nur möglich jede Transaktion einzeln auszuführen. Was ist aber, wenn man diese vermischen und "bündeln" könnte? Hier ein Beispiel für den Begriff Semi-Fungibilität:

In einem Computerspiel besitzt ein Spieler 10 identische Schwerter. Von diesen möchte er 5 Stück an einen Freund verkaufen. Nun wären hier 5 einzelne Transaktionen, also Smart-Contracts, notwendig. Die Schwerter sind alle einer bestimmten Klasse zugeordnet (analog wie z.B. Obst - Steinobst - Pflaume). Durch diese Klassifizierung oder auch bessere Handhabung können nun gleichzeitig 5 Schwerter verkauft werden. Es ist also nur noch die Anzahl von Belang.

Diese Klassifizierungen führten dazu, dass immer mehr und mehr NFT-Ersteller diesen neuen Standard nutzen. Das Potential ist enorm und die Fungibilität hat das nächste Level erreicht.

Als nächstes folgt ein weiterer, aber noch nicht sehr verbreiteter, Standard, der Composobal-NFT genannt wird. In diesem ist es möglich fungible und nicht fungible Eigenschaften miteinander zu vermischen.

Des Weiteren arbeiten inzwischen vermehrt Teams an neuen NFT-Standards auf anderen Blockchains als Ethereum, um auch dort NFTs mehr zu etablieren. Ein Beispiel hierfür gibt es hier.

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