Bitkom: Mehrheit der Deutschen trotz Bitcoin-Allzeithoch weiterhin skeptisch

Kryptowährungen sind trotz neuer Höchststände der Leitwährung Bitcoin laut einer neuen Bitkom-Umfrage für die Mehrheit der Deutschen unattraktiv. So titelt Kryptokompass, wo dieser Artikel zuerst erschien.

Anet Janik Live 2019

Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom interessiert sich weiterhin nur ein Bruchteil der Deutschen für Kryptowährungen wie Bitcoin, so eine Bitkom-Mitteilung vom 16. Dezember. Obwohl Bitcoin aktuell wieder neue Höchststände markiert und die lange Durststrecke seit dem vorherigen Allzeithoch von 2017 überwunden zu haben scheint, könne sich nur weniger als ein Fünftel (18 Prozent) aller Deutschen ein Investment in Kryptowährungen vorstellen, so der Bitkom.

Kompliziert und nur für Spekulanten

Zwar hätten mittlerweile 76 Prozent der Bundesbürger von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Ripple & Co. gehört oder gelesen, was einen Zuwachs von acht Prozentpunkten innerhalb eines Jahres entspricht.

Für Investments hielten 66 Prozent der Deutschen Kryptowährungen aber weiterhin für kompliziert und 65 Prozent nur für Spekulanten geeignet. Meist seien diese auf einen schnellen Kursgewinn aus.

30 Prozent insgesamt und immerhin 43 Prozent unter den 16-29-jährigen denken laut Bitkom, “dass Kryptowährungen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem sind”. Jeder vierte Befragte (28 Prozent) meine zudem, Kryptowährungen seien als langfristige Geldanlage geeignet.

Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom, interpretiert die Ergebnisse wie folgt:

Bitcoin wird inzwischen weniger als Zahlungsmittel gesehen, sondern vor allem als alternatives Anlageinvestment wie Gold betrachtet. Andere Kryptowährungen haben einen anderen Fokus, etwa auf Bezahlvorgänge zwischen Maschinen im Internet of Things. Kryptowährungen ersetzen klassisches Geld nicht, sie ergänzen es.

Kryptowährungen wie Bitcoin seien gerade dabei, “ihr Nischendasein im Finanzwesen zu verlassen”, so Hansen weiter. Das zeige sich etwa daran, “dass große Zahlungsdienstleister Kryptowährungen integrieren oder Unternehmen Bitcoin als Kapitalreserve anlegen”.

Während Privatanleger weiterhin mehrheitlich an der Seitenlinie bleiben, ist das Interesse institutioneller Marktteilnehmer inzwischen groß.

Wie ein gemeinsam von Cointelegraph Consulting und Crypto Research Report veröffentlichter Forschungsbericht aufzeigt, liegt der Anteil an professionellen Investoren, die entweder bereits digitale Vermögenswerte besitzen oder in Zukunft kaufen wollen, mittlerweile bei 60 Prozent.

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