Ledger: Erst Datenklau, dann Droh-Mails! Einem Hacker gelang der groß Coup beim Hersteller von Hardware Wallets im großen Stil. Inzwischen erhalten betroffene Kunden Droh-Mails.

Bereits im Juli letzten Jahres gelang es einem Hacker, Kundendaten im großen Stil zu entwenden. Offensichtlich führten die gehackten Daten nicht zu dem eigentlich gewünschten Ziel. Aber auch mit Daten kann man eine Menge Unfug anstellen. Inzwischen stehen die Daten für jedermann zum Download in einem Forum bereit.

Eine Million E-Mail-Adressen, dazu hundertrausende Privat-Adressen und andere Kontaktinformationen von Ledger-Kunden wurden in einem bekannten Hacker-Forum zum kostenlosen Download angeboten.

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Kundendaten zum Nulltarif

Daten sind inzwischen eine teure Ware. Oftmals werden diese auf illegalem Weg und ohne Wissen und Einwilligung der betreffenden Personen weitergegeben bzw. verkauft und gespeichert.

Aufgeflogen ist alles am 20. Dezember 2020 als ein Twitter User Alarm schlug:

Uhh shiit! Ein Hacker hat den kompletten Ledger-Datenbank-Dump kostenlos auf raidforums gestellt! Emails, Telefonnummern und Adressen! Macht euch bereit für eine riesige Spam- und Phishing-Welle!

Betroffene Nutzer erhalten Droh-Mails

Da die Adressen im Zuge des Datenskandals veröffentlicht wurden, könnte Nutzern der Hardware-Wallet Ledger nun auch Raubüberfälle drohen.

Die betroffenen Nutzer im Ledger-Datenskandal drohen mit rechtlichen Schritten. Laut einem Reddit-Nutzer namens "u/relephants" haben einige Nutzer Droh-E-Mails erhalten. Sie werden in den Mails zu einer Zahlung von 500 US-Dollar aufgefordert, andernfalls würden die Kriminellen sie zuhause überfallen.

Damit tut sich ein weiteres Risiko für Ledger-Nutzer auf, deren private Informationen beim Hackangriff durchgesickert sind. Insofern müssen sich die betroffenen Besitzer neben Einbrüchen auch vor Phishing- und SIM-Swapping-Angriffen fürchten.

Raubüberfälle im Zusammenhang mit Bitcoin sind keine Seltenheit, vor allem wenn das Opfer dafür bekannt ist, diese beliebte Kryptowährung zu besitzen.

Im September 2019 sah sich ein norwegischer Millionär gezwungen, von seinem Balkon im zweiten Stock zu springen, um bewaffneten Räubern zu entkommen.

Der Ledger-Datenskandal zeigt auch deutlich die Gefahren einer zentralen Speicherung von Kundendaten auf. Unterdessen drängen US-Behörden auf strengere Identitätsprüfungsmaßnahmen für Besitzer von nicht verwahrenden Wallets.

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