Bitcoin-Automaten: Wohin fließt das Geld? Wohin fließt das Geld, das über Bitcoin-Automaten umgesetzt wird? Eine Studie gibt Aufschluss.

Bitcoin wird nach wie vor  leider auch für kriminelle Aktivitäten verwendet. Wie aus einem aktuellen Bericht von CipherTrace hervorgeht, haben Krypto-Diebstähle, Hacks und Betrügereien im Zusammenhang mit Kryptowährungen in den ersten fünf Monaten des aktuellen Jahres einen Umsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar erzielt.

Finnland als Spitzenreiter

74 Prozent der bewegten Bitcoin  seien dabei grenzüberschreitend zwischen Krypto-Börsen bewegt worden. Das deute darauf hin, dass es gerade im grenzüberschreitenden Bereich an eindeutigen Richtlinien zur Bitcoin-Regulierung fehle. Die meisten der „kriminellen Bitcoins“ flossen dabei nach Finnland. Das Land führt damit zum dritten Mal in Folge das Ranking mit dem höchsten Anteil an BTC aus illegalen Quellen an. 99 Prozent dieser BTC wurden über den Handelsplatz Localbitcoins umgesetzt.

Bitcoin-Betrug mit Corona

CipherTrace stellte außerdem Betrügereien fest, die im Zusammenhang mit der Corona-Plandemie stehen. Hier versuchten Betrüger, ihre Opfer in Chaträumen zu Bitcoin-Überweisungen zu bringen. Dabei kämen dann PhishingTools zum Stehlen von Daten zum Einsatz. Mitunter geben sich die Cyber-Kriminellen bei Bitcoin-Betrügereien dabei als Mitarbeiter von Hilfsorganisationen aus, um so Daten von ihren Opfern abzufischen. Eine andere Möglichkeit sei es, nicht existente Impfstoffe oder Testkits gegen das Virus anzubieten, und sich in Form von Bitcoin & Co. dafür bezahlen zu lassen.

Automaten im Einsatz

Auffällig beim Waschen der erbeuteten Geldmittel sei der Einsatz von Bitcoin-Automaten (Automated Teller Machines, ATM). Laut Bericht seien 88 Prozent aller über US-amerikanische Bitcoin-ATM gesendeten BTC in Offshore-Gebieten gelandet. Nutzer von BTC-ATM in den USA hätten demnach einen Großteil ihrer Funds zu Exchanges mit niedrigen Sicherheitsstandards geschickt. Der Anteil an kriminellen BTC, die über Bitcoin-Automaten versendet wurden, sei ferner angestiegen und habe sich seit 2017 jedes Jahr verdoppelt.

Bitcoin-Scam aus China

Der größte Akteur, der zum insgesamt starken Anstieg an Bitcoin-Betrug geführt habe, sei das chinesische Ponzi-Schema Wotoken. Die Drahtzieher hätten ihren Kunden exorbitante Gewinne beim Einsatz einer (tatsächlich nicht-existenten) Trading-Software versprochen. Wotoken habe damit insgesamt schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar in Form von Kryptowährungen von über 715.000 Opfern ergaunert. Einer der Drahtzieher stehe indes, so Ciphertrace weiter, in Verbindung zum PlusToken-Projekt.

Schließlich stellt das Unternehmen fest, dass Cyber-Kriminelle mit zunehmender technischer Finesse arbeiteten. So sei zwar der Wert an erbeutetem Geld insgesamt gestiegen, die Menge an Funds, die über Exchanges geflossen sei, aber um 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das wiederum führt das Analyse-Unternehmen auf steigende Sicherheitsvorkehrungen auf Krypto-Börsen zurück.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

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