Bitcoin Wallet unter Beschuss: Europol nimmt Wasabi ins Visier. Eine der klassischen Argumente gegen Kryptowährungen ist die Reduzierung der vielen positiven Vorteile auf einen schwer zu parierenden Fakt. Die Benutzung von Kryptowährungen für kriminelle Aktivitäten.

Im Zentrum eines solchen Disputs steht nun die Bitcoin Wallet Wasabi. Bei Wasabi handelt es sich lediglich um eine Wallet, die einen erhöhten Fokus auf die Privatsphäre der Nutzer setzt.

Für welche Zwecke wurde die Wallet nun hauptsächlich verwendet? Welche Konsequenzen folgen daraus?

Anonyme Transaktionen und die Kritik dahinter

Einige unserer Leser mögen sicherlich die Bitcoin Wallet Wasabi kennen. Einige wenige mögen sie auch selbst nutzen und schätzen. Für diejenigen, die noch nie etwas von der an den japanischen Meerrettich angelehnten Bitcoin Wallet gehört haben, eine kurze Erklärung:

Bei Wasabi handelt es sich um eine Wallet, die dem Nutzer maximale Privatsphäre zur Verfügung stellt. Dies gelingt durch das Mixing sowie Block Filter. Einfach ausgedrückt ist Mixing ein Verfahren, bei dem die sonst auf der Blockchain nachvollziehbare Spur zwischen Sender und Empfänger verwischt wird.

Während Befürworter eines solchen Vorgehens argumentieren, dass jeder Mensch das Recht auf private und anonyme Transaktionen hat, argumentieren Kritiker dagegen, dass solche Methoden ein gefundenes Fressen für Geldwäsche sind.

Bitcoin Wallet Wasabi im Visier von Europol

Die europäische Polizeibehörde EUROPOL veröffentlichte nun einen zweiseitigen Bericht zur Wasabi Wallet. Dabei ging es insbesondere um deren Verwendung und für welche Zwecke die Wallet tatsächlich zum Einsatz kommt.

Die darin vorgestellten Fakten sind ernst zunehmen, da sie das Narrativ der „illegalen Aktivitäten mit Bitcoin“ verstärken und insbesondere das Leben derjenigen schwer macht, die ein Recht auf private und anonyme Transaktionen einfordern.

Im Bericht, der sich auf Daten der Analysefirma Chainanalysis beruft, wurden in den letzten 3 Wochen BTC im Wert von 50 Mio USD auf der Bitcoin Wallet hinterlegt. Erstaunlich ist hierbei, dass davon 30% aus dem Darknet kommen. Im Vergleich dazu sagt eine Studie von IntoTheBlock aus, dass Transaktionen aus dem Darknet weniger als 1% der gesamten Bitcoin Transaktionen ausmachen. Die Wasabi Wallet wird überproportional häufig für illegale Aktivitäten, mindestens aber für Transaktionen im Dark Web, verwendet.

Bitcoin Wallet macht Nachverfolgbarkeit schwer

Aus der Sicht von Europol sehen „die Dinge nicht gut aus“. Was wiederum heißt, dass die Wallet Wasabi ihren Dienst gut erfüllt. So heißt es weiter, dass es enorm schwierig sei, die Transaktionen zu „demixen“ und somit den originalen Zusammenhang zwischen Sender und Empfänger herauszufinden.

Die unglaubliche Menge an Transaktionen und einzigartigen Outputs ergeben zu viele Möglichkeiten, wohin sich die Gelder bewegten. Hoffnung gibt es nur dann, wenn Fehler geschehen.

Demnach wird Europol nun offensichtlich verstärkte Bemühungen aufbringen und bei der Verwendung von Mixer ein scharfes Auge auf solche Dienstleistungen werfen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Cryptomonday.

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