Blockchain und ein Blick nach China

Ein Blick nach China – Blockchain und die totale Überwachung?

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping verkündete öffentlich, sein Land wolle zur führenden Blockchain Nation werden. Seitdem ist in China einiges zum Thema Blockchain los. Wie gestern von Cryptomonday berichtet, hat die Regierung bereits 25 Video-Lektionen veröffentlicht, die dazu dienen, die breite Bevölkerung in Themen wie Blockchain Technologie, Bitcoin und Ethereum zu schulen. Der Chinesische Staat scheint es ernst mit seiner Pro-Blockchain Politik zu meinen. Aber es stehen noch weitere Projekte in der Warteschlange.

Die ganze Crypto-Welt wartet auf den Start der staatlichen chinesischen Kryptowährung namens DCEP. Die Veröffentlichung soll in naher Zukunft passieren. Diese Blockchain- und Crypto-Anwendungen sind gut für die Crypto-Adoption, allerdings muss man sich auch die Frage stellen, aus welchen Beweggründen China nun auf die „neue“ Technologie setzt. Das Beispiel einer App zeigt nun, dass die Technologie auch für fragwürdige Zwecke eingesetzt werden kann.

Blockchain für die Loyalität der Partei

Es ist kein Geheimnis, dass in der Volksrepublik China keine Demokratie herrscht. Vielmehr ist doch die Kommunistische Partei an der Macht und daran führt politisch auch kein Weg vorbei. Natürlich versucht diese grundsätzlich alles, um an der Macht zu bleiben. Immer wieder stehen Vorwürfe zu Menschenrechtsverletzungen im Raum.

Dass die neue Pro-Blockchain Politik kein Zufall ist und die Technologie der Kommunistischen Partei sogar gelegen kommt, zeigt nun eine neu veröffentlichte App. Wie die South China Morning Post (SCMP) berichtet, hat die Kommunistische Partei eine App entwickelt und letzte Woche veröffentlicht, die dazu gedacht ist, die Loyalität gegenüber der Partei zu stärken.

Parteimitglieder geben in der App die Gründe an, warum sie der Partei beigetreten sind. Die Antworten werden dann auf einer Blockchain für immer gespeichert. Der Bericht der SCMP erklärt, wie die App namens „Lian Shang Chuxin“ funktioniert:

    „Die App erlaubt es Mitgliedern der Kommunistischen Partei, ihre Loyalität gegenüber der Partei zu bekunden, indem sie die Gründe, warum sie beigetreten sind, aufschreiben, und die Antworten werden in einem Distributed Ledger gespeichert, das sich der Blockchain-Technologie bedient. Auf diese Weise bleibt die Parteitreue einer Person für immer im Cyberspace gespeichert.“
Ein Blick in die Zukunft

Das Beispiel zeigt, dass China die Blockchain nicht ohne Grund nach vorne treiben möchte. Die Kommunistische Partei hat ganz klare Gründe, warum sie die Nutzung der Technologie verbreitet. Wenn man daran denkt, dass gerade einmal eine Woche seit der Ankündigung des Staatspräsidenten vergangen ist, bleibt die Frage offen, welche Anwendungen sich die Kommunistische Partei noch einfallen lassen wird.

Kritiker sagen, dass auch die geplante staatliche Kryptowährung Chinas kein Zufall ist, da so die Zahlungsströme der Bevölkerung noch viel besser nachverfolgbar sind als aktuell. Klar ist, jede politische Partei und Regierung versucht ihre Macht zu festigen. Doch auch ohne China für sein Vorhaben zu verurteilen, ergibt sich ein furchteinflößendes Bild, wenn man den Gedanken weiterspinnt, wie China die Blockchain Technologie nutzen könnte, um seine Bevölkerung restlos zu kontrollieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Cryptomonday.

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