Blockchain-Register von Fahrzeugen

Über Blockchain-Register will JPMorgan den Betrug beim Autoverkauf erschweren und Kreditanträge von Fahrzeugen automatisiert prüfen können.

Bevor es soweit ist, muss die Großbank allerdings erst andere Teilnehmer überzeugen. Dazu gehören z.B. Autohändler und Autohersteller, andere Kreditgeber etc. JPMorgan Chase möchte diese Technologie-Lösung als Standard einführen und hat hierzu bereits ein Patent eingereicht. Das heißt, der Einsatz gilt bisher als nicht sicher.

Das angestrebte Ziel ist eine Komplettüberwachung aller Fahrzeug-relevanten Daten, inklusive aller Standortdaten über GPS. Nach eigenen Angaben sollen dadurch die Betrugsmöglichkeiten beim Autoverkauf und Kreditantrag erschwert werden.

Beispielhaft sind falsche Angaben von Autohändlern bei der sogenannten Grundrissfinanzierung angegeben. Viele Händler gäben bei Kreditanträgen mehr Autos an, als sie tatsächlich besitzen. Das müssten Prüfer zurzeit vor Ort einzeln kontrollieren, was viel Zeit und Geld koste. Die Lösung des Problems soll die automatisierte Prüfung über die Blockchain-Registrierung sein. Gleichzeitig verhindere das Blockchain-Register eine mehrfache Verpfändung der Fahrzeuge als Kreditsicherheit bei verschiedenen Banken.

Zugriff auf Standortdaten

Die Datenschützer werden höchstwahrscheinlich Sturm laufen, wenn Banken als auch Händler und Hersteller in Echtzeit auf Standortdaten jedes Fahrzeugs zugreifen wollen. George Orwell lässt grüßen.

Viele verschiedene Firmen arbeiten an einer Blockchain-Lösung für die Automobilindustrie. Es handelt sich um ein Milliarden-Geschäft. Zurzeit hält IBM diese Szene (Auto-Blockchain) zwar noch für “in der Experimentierphase”, aber das kann sich schnell ändern. Denn mehr als die Hälfte aller aufgeschlossenen Unternehmen denken schon länger daran, sich die Blockchain zu Nutze zu machen. Welche Blockchain sich im Endeffekt durchsetzen wird, ist dabei noch unklar.

Denkbar unter anderem eine Verknüpfung mehrerer Blockchain-Netzwerke für verschiedene Anwendungsfälle. Hierzu zählen: Rohstoffeinsatz bei Bauteilen, fälschungssichere Dokumentation der gesamten Lieferkette, Kilometerstandskontrolle, Aufzeichnung von Wartungsintervallen, Register aller Verkäufe, Bezahlung von Strom an der Ladesäule für E-Autos.

Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Lösung später durchsetzen kann.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

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