Digitale Identität und Blockchain – Verknüpfung durch Creditreform. In Zusammenarbeit mit CrefoTrust will Creditreform die Blockchain mit der digitalen Identität verbinden.

Die digitale Identität wird in Zeiten einer allumfassenden Digitalisierung unserer Alltagsprozesse immer wichtiger. Die Datenspuren, die jeder von uns in den Weiten des Internets hinterlassen, ziehen wir hinter uns her. Viele sind unwissend, welchen Wert diese Daten haben können.

Nicht umsonst floriert der Handel mit Daten. Personalisierte Werbungen sind längst zum Schlagwort in der Werbebranche geworden. So wird es kaum wundern, dass auch Betrüger das Ausnutzen und das Abfischen der digitalen Identität längst für sich entdeckt haben. Mit gefälschten Online-Accounts Kredite aufzunehmen ist längst zum lukrativen Geschäft für Online-Diebe geworden.

Dass etwaige Lösungsansätze für die fragile digitale Identität auf Blockchain-Basis denkbar sind, ist nahe liegend. Denn die Technologie, die Bitcoin zu so viel Ruhm verholfen hat, ist fälschungssicher und zugleich transparent. Sind Daten dort einmal festgeschrieben, sind sie nur schwer wieder weg zu bekommen.

Kreditwürdigkeit und Blockchain

Diese Vorteile will sich der Verein Creditreform in Kollaboration mit der MaibornWolff GmbH nun zunutze machen. Mit CrefoTrust schafft der Inkassodienstleister ein Verifizierungssystem für digitale Identitäten im b2b-Bereich.

Damit soll es vor allem möglich werden, Überprüfungen für Unternehmen auf Kreditwürdigkeit hin durchzuführen. Mittels so genannten “Decentralized Identifiers” können sich Unternehmenskunden online verifizieren. Mit verifizierten Vertrauensmerkmalen wird es außerdem möglich, jeweils nur die relevanten Aspekte zu überprüfen. Diese können etwa Anschrift, Name, Geschäftsführer oder Ähnliches des jeweiligen Unternehmens sein. Dabei arbeitet CrefoTrust Blockchain-agnostisch. Als Einsatzorte sollen öffentliche, private und hybride Blockchains möglich werden.

Blockchain-Lösung für Identität

Mit ihrem Vorstoß, digitale Identität und Blockchain zu verbinden, stehen die Unternehmen bei Weitem nicht alleine da. Die Regierung in Moldawien hat etwa bereits im Jahr 2018 eine Blockchain-Lösung an die Öffentlichkeit gebracht, um gegen Menschenhandel vorzugehen. In Jordanien wurde im selben Jahr eine Blockchain-App für Geflüchtete ins Leben gerufen. Die Verwaltung des Flüchtlingscamps „Azraq“ arbeitete auch hier mit Daten zur Identität. Ein Iris-Scanner sorgte im Abgleich mit Daten auf der Blockchain dafür, die Identität einwandfrei festzustellen, um anschließend Zahlungen zu genehmigen.

Auch Bitkom stellte jüngst in einem Positionspapier die Vorteile von digitalen Identitäten auf Blockchain-Basis heraus.

Dezentralen digitalen Identitäten kommt eine besondere Bedeutung zu, weil sich mit ihnen nicht nur Menschen, sondern zum Beispiel auch Maschinen oder Unternehmen ausweisen können. Durch vertrauenswürdige, dezentrale Identitäten und Zertifikate lassen sich zahlreiche Prozesse effizienter gestalten, beispielsweise beim Risiko- und Compliance-Management in der Lieferkette,

verkündet der Branchenverband.

Dieser Artikel erschien zuerst auf BTC-Echo.

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