Ist Satoshi Nakamoto eine Erfindung der CIA?

Ist Satoshi Nakamoto eine Erfindung der CIA? Viele Menschen würden jetzt meinen: Willkommen im Reich der Verschwörungstheorien!

Allerdings kann man sich anhand der jüngsten Ereignisse rund um die Schweizer Firma Crypto AG, den Bundesnachrichtendienst (BND) sowie der amerikanischen Central Intelligence Agency (CIA) fragen, ob nicht vielleicht doch etwas an dieser Theorie dran sein könnte.

Die Schweizer Crypto AG, der BND und die CIA

Zu Beginn des Monats veröffentlichte die Washington Post Dokumente über Geheimdienstaktivitäten der Schweizer Crypto AG, des deutschen Bundesnachrichtendienstes sowie der amerikanischen CIA. In dem "top secret" Report ging es um das jahrzehntelange Ausspionieren und Abhören von über 120 Ländern dieser Erde.

So heißt es in dem Bericht:

    “Es war der nachrichtendienstliche Coup des 20. Jahrhunderts.”

Alles begann mit einer vermeintlich harmlosen Firma: Der Schweizer Crypto AG. Genau diese Firma, die nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde, produzierte  Verschlüsselungsgeräte für Regierungen in aller Welt. Regierungen nutzen die Geräte um eine “vermeintlich sichere” Kommunikation zu gewährleisten. Sei es in militärischen Bereichen oder bei der Kommunikation zwischen Diplomaten. Zu den Klienten der Schweizer Firma gehörten Staaten wie der Iran, Indien, Pakistan, der Vatikan sowie eine Vielzahl lateinamerikanischer Länder.

Die politische Brisanz des Themas lautet: Die Crypto AG wurde inoffiziell von der CIA gesteuert. Oder anders formuliert, der CIA gehörte die Schweizer Crypto AG. Sie war der heimliche Besitzer. Und genau diesen “Heimvorteil” nutze die CIA um geheime Hintertüren in die Verschlüsselungsmechanismen und -geräte der Crypto AG einzubauen. Mit Hilfe dieser Backdoors konnten die Amerikaner über Jahrzehnte hinweg die gesamte Kommunikation der betroffenen Länder abhören.

Bitcoin Gründer Satoshi Nakamoto ein CIA-Konstrukt?

Die spekulative These dahinter: Was wäre wenn Bitcoin Erfinder Satoshi Nakamoto nur ein Konstrukt der CIA ist? Es ist eine Tatsache, dass 120 Staaten seit Mitte der 70er Jahre unfreiwillig und permanent die sensibelsten und wichtigsten Informationen an die Amerikaner gaben. Auch im Rahmen der NSA-Veröffentlichungen durch Edward Snowden wurde deutlich, dass die USA nicht gerade zimperlich sind was das Abschöpfen von privaten Daten anbelangt. Ihre Stärke ist dabei die Operation im Dunkeln und die Tarnung der eigenen Software.

Und parallel dazu existiert seit 2009 Bitcoin. Eine Kryptowährung, die mittlerweile eine Marktkapitalisierung von fast 200 Milliarden US-Dollar aufweist. Das Netzwerk transferiert täglich mehrere Millionen bis hin zu Milliarden an Dollar und findet weltweit Verwendung. Hierbei verwenden wir eine Währung und eine zugrunde liegende Technologie ohne konkret zu wissen, wer hinter diesem Konzept steckt. Satoshi Nakamoto hat das Bitcoin Whitepaper am 31.10.2008 veröffentlicht, aber wer ist nun Satoshi Nakamoto? Craig Wright wird es mit Sicherheit nicht sein und somit bleibt diese Frage offen. Nun könnte man argumentieren, dass das “Schöne” an Bitcoin das Vertrauen in die Technik und die Algorithmen sind. Aber reicht das?

Secure Hash Algorithms (SHA) des NIST

Diese Aussage ist in erster Linie auch korrekt. Der Punkt, den man allerdings anzweifeln kann, lautet wie folgt: Bitcoin verwendet für zwei essenzielle Funktionen des Netzwerks den Secure Hash Algorithm 256, besser bekannt als SHA-256. SHA-256 und gehört wiederum zur Familie der SHA-2 Hashfunktionen. Und genau diese Familie wurde als Standard vom National Institute of Standards and Technology (NIST) in Zusammenarbeit mit der National Security Agency, besser bekannt als NSA, erfunden.

In Anbetracht der jüngsten Veröffentlichungen muss nun jeder für sich selbst entscheiden, wie realistisch er eine solche ‚Backdoor‘ bei SHA-256 erachtet. Die Konsequenzen jedenfalls wären immens, denn die Hashfunktion wird sowohl verwendet, um Public und Private Keys zu erstellen als auch als Hashfunktion im Rahmen des Proof-of-Work Miningalgorithmus.

Bitcoin & Satoshi Nakamoto = Central Intelligence?

Neben den gerade geäußerten Spekulationen um den Zusammenhang zwischen SHA-256 und möglichen Backdoors, gibt es noch einen anderen Aspekt. Aber welche Bedeutung hat Satoshi Nakamoto eigentlich? Gibt es eine Übersetzung des Namens?

Die Antwort lautet Ja. Es gibt mehrere Übersetzungen. Legt man sich die Karten nach dem eigenen Gusto mit der Intention einen Zusammenhang zwischen CIA und Satoshi Nakamoto zu sehen, geschieht Folgendes:

Der Begriff Satoshi hat viele Bedeutungen. Unter anderem bedeutet Satoshi aber „enlightened“, „wise“ oder eben „intelligent“.

Und last, but not least heißt Nakmoto so viel wie „middle“, „base“, „root“ oder eben „central“. Damit wäre Satoshi Nakamoto dann die „Central Intelligence“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Cryptomonday.

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